Marisken: Hautfalten am After

Kurz gesagt: Marisken sind weiche, schmerzlose Hautfalten außen am After. Sie sind gutartig und keine Hämorrhoiden, auch wenn sie oft so genannt werden. Meist machen sie keine Beschwerden. Wenn es juckt, brennt oder nässt, liegt das häufig an der Reinigung: zu oft, zu kräftig, mit Feuchttüchern oder Duftstoffen. Behandelt wird deshalb zuerst die Pflege und eine begleitende Erkrankung im Analkanal; eine Entfernung kommt erst danach infrage. Eine neue Hautfalte am After sollte trotzdem einmal ärztlich angesehen werden – nicht weil Marisken gefährlich sind, sondern weil andere Veränderungen ähnlich aussehen können.

Was Marisken sind

Dort, wo der Analkanal in die Haut des Gesäßes übergeht, liegt der Analrand. An dieser Stelle können sich Hautfalten bilden: einzeln oder mehrere, von kaum tastbar bis einige Zentimeter groß. Fachleute nennen sie Marisken. Sie bestehen aus Bindegewebe und feinen Blutgefäßen und sind von normaler Haut bedeckt.

Eine Mariske ist kein Krankheitszeichen. Sie hat für sich genommen keinen Krankheitswert und muss nicht behandelt werden, solange sie nicht stört.

Schnittzeichnung: Hämorrhoiden und MariskeOben der Enddarm. Im oberen Analkanal liegen die Gefäßpolster (Hämorrhoiden), innen und von Schleimhaut bedeckt. Um den Analkanal liegen der innere und der äußere Schließmuskel. Außen am Analrand sitzt eine Mariske, eine Hautfalte aus normaler Haut.EnddarmGefäßpolster(Hämorrhoiden, innen)InnererSchließmuskelÄußererSchließmuskelMariske(Hautfalte, außen)
Schnittzeichnung: Hämorrhoiden und MariskeOben der Enddarm. Im oberen Analkanal liegen die Gefäßpolster (Hämorrhoiden), innen und von Schleimhaut bedeckt. Um den Analkanal liegen der innere und der äußere Schließmuskel. Außen am Analrand sitzt eine Mariske, eine Hautfalte aus normaler Haut.12345
  1. Enddarm
  2. Gefäßpolster (Hämorrhoiden, innen)
  3. Innerer Schließmuskel
  4. Äußerer Schließmuskel
  5. Mariske (Hautfalte, außen)
Hämorrhoiden liegen als Gefäßpolster innen im Analkanal, Marisken als Hautfalten außen am Analrand.

Nicht dasselbe wie Hämorrhoiden

Hämorrhoiden sind ein Gefäßpolster im Inneren des Analkanals, das jeder Mensch hat (Hämorrhoidalleiden). Marisken dagegen sitzen außen und bestehen aus Haut. Beides wird häufig verwechselt, auch in ärztlichen Überweisungen. Den Begriff „äußere Hämorrhoiden“ hören Sie vielleicht trotzdem; er ist irreführend.

Die Unterscheidung hat praktische Folgen: Hämorrhoidensalben und Venenmittel verändern eine Hautfalte nicht.

Wie Marisken entstehen

Häufig ohne erkennbaren Grund. Das ist keine Ausflucht: Auch erfahrene Fachärztinnen und Fachärzte können die Entstehung vieler Marisken nicht erklären. Bekannte Wege sind:

  • Nach einer Analvenenthrombose. Ein Blutgerinnsel in einer Vene am Afterrand dehnt die Haut. Wird das Gerinnsel abgebaut, zieht sich die Haut nicht vollständig zurück, und eine Falte bleibt.
  • Nach Schwangerschaft und Geburt. In dieser Zeit schwellen Hautfalten am After häufig an oder es bildet sich eine Thrombose. Vieles davon geht nach der Geburt zurück, manches bleibt als Falte.
  • Bei einem länger bestehenden Einriss am After (chronische Analfissur). Am unteren Ende des Risses kann eine Hautfalte entstehen, die Vorpostenfalte. Sie gehört zur Fissur und wird mit ihr behandelt.
  • Nach Operationen am After.
  • Selten bei einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung, vor allem beim Morbus Crohn.

Mit zunehmendem Alter werden Marisken häufiger beobachtet. Eine verlässliche Zahl, wie viele Menschen Marisken haben, gibt es nicht; Angaben dazu im Internet sind nicht belegt.

Woran Sie es merken

Viele Menschen bemerken ihre Marisken nur zufällig, beim Waschen oder Abwischen. Typisch sind:

  • Weiche, hautfarbene Hautläppchen am Afterrand, einzeln oder mehrere. Sie schmerzen nicht.
  • Sie verändern sich beim Pressen nicht und lassen sich nicht in den After zurückschieben.
  • Mühe mit der Reinigung bei größeren Falten: Stuhlreste bleiben in den Falten hängen.
  • Nässen, Brennen oder Juckreiz, wenn die Haut dort dauerhaft feucht oder gereizt ist.
  • Vorübergehendes Anschwellen, zum Beispiel in der Schwangerschaft.

Was nicht dazugehört

Wenn eines der folgenden Zeichen auftritt, steckt meist etwas anderes dahinter:

  • Blut. Marisken bluten normalerweise nicht. Blut am Papier oder im Stuhl hat eine andere Ursache und wird unabhängig davon abgeklärt.
  • Eine plötzliche, pralle, schmerzhafte, bläuliche Schwellung. Das spricht für eine Analvenenthrombose. Sie kann auch in einer bestehenden Mariske entstehen.
  • Stechender Schmerz beim Stuhlgang, der oft lange anhält, dazu hellrotes Blut und eine Hautfalte meist hinten am After. Das passt zu einer Analfissur mit Vorpostenfalte.
  • Gewebe, das beim Stuhlgang aus dem After tritt, von Schleimhaut bedeckt ist und wieder zurückgleitet. Das sind eher Hämorrhoiden.
  • Eine warzenartige, zerklüftete Oberfläche. Das können Feigwarzen sein.
  • Hartes, offenes oder wachsendes Gewebe oder eine dunkle Verfärbung. Das gehört zeitnah untersucht.

Die entscheidende Einordnung

Der häufigste Denkfehler bei diesem Thema lautet: „Es juckt, da ist eine Hautfalte, also ist die Falte schuld. Wenn sie weg ist, ist Ruhe.“

So einfach ist es selten. Eine Mariske kann die Reinigung erschweren und eine Hautreizung begünstigen. Häufig liegt die Ursache aber woanders:

  • Im Pflegeverhalten. Zu häufiges oder zu kräftiges Reinigen, Feuchttücher und parfümierte Produkte reizen die Haut oder lösen eine Kontaktallergie aus.
  • Im Analkanal. Vergrößerte Hämorrhoiden stören die Feinabdichtung des Afters. Dann gelangt Feuchtigkeit nach außen, und die Haut der Mariske juckt, obwohl die Ursache innen liegt.

Wird in dieser Lage die Mariske entfernt, bleibt eine Narbe – und die kann wieder jucken. Dass eine Entfernung den Juckreiz verlässlich beseitigt, ist durch Studien nicht belegt.

Deshalb geht die Reihenfolge so: zuerst die Pflege anpassen und eine Ursache im Analkanal behandeln, dann entscheiden, ob die Falte überhaupt noch stört.

Der eine Satz, der bleiben sollte:
Die Hautfalte ist oft nicht die Ursache der Beschwerden. Deshalb wird erst die Ursache geklärt, dann über eine Entfernung gesprochen.

Was Sie selbst tun können

Studien speziell zur Selbstbehandlung von Marisken gibt es nicht. Die folgenden Maßnahmen stammen aus der Fachleitlinie zum Analekzem, also zur gereizten Haut am After, und aus der Erfahrung von Fachärztinnen und Fachärzten. Sie sind einfach, kosten wenig und schaden in keinem Fall.

Mit Wasser reinigen. Lauwarmes Wasser ohne Seife, etwa unter der Dusche, mit einer Handbrause, einem Dusch-WC oder einem Bidet. Seife und Reinigungszusätze greifen die Schutzschicht der Haut an; Wasser allein reicht, um Stuhlreste aus den Falten zu lösen.

Abtupfen statt reiben. Mit weichem Papier oder einem weichen Tuch trocken tupfen. Reiben verletzt die dünne Haut am After, und Feuchtigkeit, die in den Falten bleibt, weicht sie auf. Beides zusammen hält eine Reizung in Gang.

Keine Feuchttücher, keine Duftstoffe. Auch keine parfümierten Waschlotionen, Intimsprays oder Deos im Analbereich. Sie gehen häufig mit Kontaktallergien und Hautreizungen einher – sie wirken gründlich, verschlimmern das Problem aber oft.

Nicht mehr reinigen als nötig. Nach dem Stuhlgang einmal sorgfältig, sonst normal. Bei Juckreiz ist die naheliegende Reaktion, noch gründlicher zu waschen. Genau das zerstört die Hautbarriere und verstärkt den Juckreiz.

Den Stuhl weich und geformt halten. Ballaststoffreich essen und ausreichend trinken. Wenn das nicht reicht, können Quellstoffe wie Flohsamenschalen helfen; sprechen Sie das in der Sprechstunde an. Ein geformter Stuhl lässt weniger Rückstände zurück, die Reinigung wird einfacher, die Haut bleibt trockener.

Salben und Venenmittel kritisch sehen. Hämorrhoidensalben, Zäpfchen und Venenmittel in Tablettenform verändern eine Hautfalte nicht. Salben können eine gereizte Haut kurzfristig lindern, über enthaltene Duft- oder Konservierungsstoffe aber auch selbst eine Allergie auslösen. Setzen Sie nichts dauerhaft ein, ohne dass die Ursache geklärt ist.

Nicht selbst entfernen. Kein Abbinden, kein Abschneiden, keine Warzenmittel. Die Haut am After blutet und infiziert sich leicht. Außerdem verschwindet dabei möglicherweise eine Veränderung, die vorher hätte untersucht werden müssen.

In der Schwangerschaft: abwarten. Geschwollene Hautfalten am After gehören zu den häufigsten Gründen, warum Schwangere proktologisch untersucht werden. Die Beschwerden gehen nach der Entbindung und Rückbildung regelmäßig zurück. In dieser Zeit wird nicht operiert.

Wann Sie nicht abwarten sollten

Vereinbaren Sie zeitnah einen Termin, wenn:

  • die Hautfalte hart ist, offen ist, leicht blutet oder rasch größer wird
  • sich eine Stelle am After braun oder schwarz verfärbt
  • eine Falte plötzlich prall, bläulich und schmerzhaft wird
  • Sie Blut am After bemerken, gleich ob mit oder ohne bekannte Mariske
  • zu den Hautfalten über Wochen Durchfall, ungewollter Gewichtsverlust oder eine nässende Öffnung neben dem After kommen

Wenn Ihr Immunsystem durch Medikamente oder eine HIV-Infektion geschwächt ist oder Sie früher Feigwarzen hatten, lassen Sie auch eine unauffällige neue Veränderung am After frühzeitig ansehen.

Nach einer Entfernung sofort melden, wenn die Schmerzen zunehmen statt abnehmen, Fieber auftritt, Sie kein Wasser lassen können oder es stark blutet.

Das bedeutet nicht, dass etwas Ernstes vorliegt. Es bedeutet, dass die Ursache jetzt geklärt werden sollte und nicht in einigen Monaten. Außerhalb der Sprechzeiten: ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117, im Notfall 112.

Wie die Untersuchung abläuft

Eine Mariske ist meist mit einem Blick zu erkennen. Trotzdem wird auch der Analkanal von innen angesehen, weil die Ursache der Beschwerden oft dort liegt. Insgesamt dauert der Termin üblicherweise 15 bis 20 Minuten, ohne Vorbereitung und ohne Abführen.

  1. Gespräch. Seit wann Sie die Falte bemerken, welche Beschwerden Sie haben, wie und womit Sie sich reinigen, wie Ihr Stuhlgang ist. Außerdem frühere Thrombosen am After, Geburten, Operationen und Darmerkrankungen. Die Frage nach der Reinigung ist keine Kritik, sondern oft der wichtigste Hinweis.
  2. Lagerung. Meist auf dem Rücken mit angewinkelten, hochgelagerten Beinen (Steinschnittlage), manchmal auch auf der Seite mit angezogenen Beinen. Sie sind nur so weit entkleidet, wie es nötig ist. Für viele ist das der unangenehmste Moment; er dauert Sekunden.
  3. Betrachtung von außen. Der Analrand wird in Ruhe und beim leichten Pressen angesehen. Das ist schmerzfrei.
  4. Tastuntersuchung mit dem Finger. Mit Gleitmittel, unangenehm, aber kurz. Beurteilt werden der Schließmuskel und der untere Enddarm.
  5. Proktoskopie. Ein kurzes, fingerdickes Röhrchen wird eingeführt, um den Analkanal von innen zu sehen, etwa Hämorrhoiden oder einen Einriss. Das drückt, schmerzt aber in der Regel nicht.
  6. Befundbesprechung. Ob die Falte harmlos ist, ob etwas abgeklärt werden muss und was Sie an der Pflege ändern können.
  7. Gegebenenfalls Gewebeprobe. Nur bei einem auffälligen Befund, in örtlicher Betäubung. Spürbar ist ein kurzer Einstich; danach gibt es meist wenig Beschwerden.

Eine Darmspiegelung ist wegen einer Mariske allein nicht nötig. Sie kommt infrage, wenn Blut, anhaltender Durchfall oder andere Hinweise dazukommen.

Wie behandelt wird

Behandelt wird nicht die Hautfalte an sich, sondern ein Beschwerdebild oder ein unklarer Befund. Eine Mariske, die nicht stört, bleibt, wo sie ist.

Konservativ – immer zuerst

Pflege umstellen, Stuhlgang regulieren, eine gereizte Haut gezielt behandeln. Liegen zusätzlich vergrößerte Hämorrhoiden vor, werden diese zuerst behandelt.

Abwägung: Ohne Risiko und bei den meisten Betroffenen ausreichend. Häufig reicht schon die Gewissheit, dass die Falte harmlos ist. Nach einer Hämorrhoidenbehandlung stört die Mariske oft nicht mehr, und die Entfernung wird nicht mehr gewünscht.

Entfernung – wenn die Beschwerden bleiben

Wann: wenn die Falte trotz richtiger Pflege und nach Behandlung begleitender Hämorrhoiden weiter Probleme macht, wenn der Befund unklar ist oder wenn der Leidensdruck groß ist.

Wie: meist ambulant in örtlicher Betäubung. Die Falte wird mit Skalpell, Schere, Hochfrequenzstrom oder Laser abgetragen. Welche Technik besser ist, wurde nie vergleichend untersucht. Das entfernte Gewebe wird feingeweblich untersucht.

Abwägung:

  • Die Wunde am After heilt offen und braucht einige Wochen. In der bislang einzigen Studie, die das systematisch verfolgt hat, waren es im Mittel knapp vier Wochen.
  • Der Stuhlgang schmerzt in dieser Zeit. Nachblutung, Wundheilungsstörung und ein Einriss sind möglich.
  • Durch die Wundschwellung können neue Hautfalten entstehen.
  • Werden mehrere Falten entfernt, kann sich der After verengen. Dagegen werden Hautbrücken zwischen den Wunden erhalten und die Entfernung gegebenenfalls auf zwei Termine verteilt.
  • Juckreiz kann in der Narbe bestehen bleiben, wenn seine eigentliche Ursache nicht behandelt ist.
  • Wie oft Marisken nach einer Entfernung wiederkommen, ist nicht verlässlich untersucht.

Wer die Kosten trägt

Gibt es einen medizinischen Grund, etwa anhaltende Beschwerden oder einen unklaren Befund, ist die Entfernung eine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse. Eine rein kosmetische Entfernung zahlen Sie selbst. Bei Folgebehandlungen nach einem medizinisch nicht notwendigen Eingriff kann die Krankenkasse Sie an den Kosten beteiligen.

Besondere Situationen

  • Vorpostenfalte bei Analfissur. Sie ist Teil der Fissur und wird mit ihr behandelt. Muss die Fissur operiert werden, wird die Falte mitentfernt. Ob sich eine Entfernung nach bereits abgeheilter Fissur lohnt, ist nicht untersucht.
  • Morbus Crohn. Eine Entfernung ist nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Sie kommt nur infrage, wenn die Darmerkrankung ruhig ist, keine Entzündung am Enddarm besteht und die Falten weich und schmerzlos sind, und nur nach Absprache mit der behandelnden Gastroenterologie. Die Wunde heilt dann schlechter; Fisteln und Verengungen sind möglich. Pralle, entzündliche Falten werden nicht entfernt. Wichtig ist, vor jeder Entfernung an eine unerkannte Darmentzündung zu denken.
  • Schwangerschaft und Wochenbett. Keine Entfernung. Danach einige Monate abwarten, bis sich das Gewebe zurückgebildet hat; einen belegten Zeitpunkt gibt es nicht.

Häufige Fragen

Sind das Hämorrhoiden?

Nein. Hämorrhoiden sind Gefäßpolster im Analkanal, die jeder Mensch hat. Marisken sind Hautfalten außen am After. Verwechselt werden sie oft, auch weil Marisken neben Hämorrhoiden oder nach einer Analvenenthrombose entstehen können.

Kann daraus Krebs werden?

Typische Marisken sind harmlos und entarten nicht. Weil andere Veränderungen ähnlich aussehen können, sollte eine neue Hautfalte am After trotzdem einmal ärztlich angesehen werden. Ist sie hart, offen, blutend oder wächst sie rasch, kommen Sie zeitnah.

Gehen Marisken wieder weg?

Eine Mariske, die einmal da ist, bildet sich in der Regel nicht zurück. Eine frische Schwellung nach einer Geburt oder einer Thrombose kann aber deutlich kleiner werden. Deshalb lohnt es sich, in dieser Situation einige Monate abzuwarten.

Soll ich sie entfernen lassen?

Nur wenn sie trotz richtiger Pflege Beschwerden macht oder der Befund unklar ist. Liegen zusätzlich Hämorrhoiden vor, werden diese zuerst behandelt; danach stört die Falte oft nicht mehr. Die Entfernung ist ein kleiner Eingriff, die Wunde braucht aber einige Wochen zum Heilen. Kommen Ihre Beschwerden vom Pflegeverhalten, ändert eine Operation daran nichts.

Zahlt das die Krankenkasse?

Bei medizinischen Gründen wie anhaltenden Beschwerden oder einem unklaren Befund: ja. Eine rein kosmetische Entfernung zahlen Sie selbst. Kosten für mögliche Folgebehandlungen können dann ebenfalls teilweise bei Ihnen liegen.

Warum fragt meine Ärztin oder mein Arzt so genau nach meiner Reinigung?

Weil dort oft der Schlüssel liegt. Zu gründliches Waschen, Feuchttücher und Duftstoffe gehen häufig mit Juckreiz und Brennen einher. Die Frage ist keine Kritik an Ihrer Hygiene; sie hilft, die richtige Ursache zu finden.

Der nächste sinnvolle Schritt

Wenn Sie eine neue Hautfalte am After bemerken oder sie Beschwerden macht: Lassen Sie sie einmal proktologisch untersuchen. Bringen Sie mit, seit wann Sie die Falte bemerken, wie und womit Sie sich reinigen und welche Salben Sie verwendet haben. Diese Angaben führen oft schneller zur Ursache als die Falte selbst.

Bis dahin: Wasser statt Feuchttücher, tupfen statt reiben, nichts selbst entfernen. Das schadet in keinem Fall, auch wenn sich am Ende eine andere Ursache herausstellt.


Fachlich verantwortlich: Dr. med. Jonas Sperber, Facharzt für Viszeralchirurgie, Zusatzbezeichnung Spezielle Viszeralchirurgie
Erstellt: 26.09.2026 · Letzte fachliche Prüfung: 27.09.2026 · Nächste Prüfung: spätestens 09/2028

Quellen:
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Dieser Text dient Ihrer Information und ersetzt weder eine ärztliche Untersuchung noch eine ärztliche Beratung.